Die Kosten einer Sertiva Zertifizierung sind neben Dauer und internem Aufwand ein wichtiger Faktor für Unternehmen, die eine Zertifizierung planen. Dabei geht es nicht nur um die eigentlichen Zertifizierungskosten. Auch der zeitliche Rahmen und die internen Ressourcen sollten von Anfang an realistisch berücksichtigt werden.
Wie der Zertifizierungsprozess bei Sertiva grundsätzlich abläuft, haben wir bereits in einem vorherigen Beitrag ausführlich beschrieben. In diesem Artikel steht deshalb eine andere Frage im Mittelpunkt: Welcher finanzielle, zeitliche und organisatorische Aufwand ist mit der Zertifizierung verbunden und was sollten Unternehmen bei ihrer Planung berücksichtigen?
Zertifizierungskosten bei Sertiva: Wie sich der Preis zusammensetzt
Die Kosten einer Zertifizierung lassen sich nicht allein anhand eines einzelnen Audittermins beurteilen. Entscheidend ist vielmehr, welcher Zertifizierungsumfang für das Unternehmen erforderlich ist und welcher Aufwand damit verbunden ist.
Bei der Planung spielen verschiedene Rahmenbedingungen eine Rolle. Dazu gehören unter anderem die Mitarbeiterzahl, die Anzahl der Standorte, der Geltungsbereich des Managementsystems und die gewünschte Zertifizierung. Diese Angaben beeinflussen den erforderlichen Auditaufwand und damit auch die Kosten.
Darüber hinaus sollte die Zertifizierung nicht nur als einmaliger Termin betrachtet werden. Nach der Erstzertifizierung folgen innerhalb des Zertifizierungszyklus weitere Überprüfungen, die ebenfalls in die längerfristige Budgetplanung einbezogen werden sollten.
Die Preisstruktur von Sertiva orientiert sich dabei unter anderem an der Mitarbeiterzahl des Unternehmens. Die Zertifizierung ist auf einen dreijährigen Zyklus ausgelegt, der die Erstzertifizierung und die anschließenden Überwachungsaudits umfasst. Dadurch können Unternehmen nicht nur den ersten Zertifizierungstermin, sondern auch die weiteren Prüfungen bei ihrer Budgetplanung berücksichtigen.
Konkrete Euro-Beträge nennen wir an dieser Stelle bewusst nicht, da sich Preise und Konditionen ändern können. Die aktuell gültigen Preise und Zertifizierungsmodelle finden Unternehmen direkt auf der offiziellen Website von Sertiva.
Mögliche Nebenkosten und Rahmenbedingungen

Neben den eigentlichen Zertifizierungskosten kann auch die gewählte Form der Auditdurchführung für die Planung relevant sein. Je nach Unternehmen und Auditsituation kann die Prüfung remote oder vor Ort stattfinden. Bei einem Vor-Ort-Termin können zusätzliche Reise- oder Übernachtungskosten eine Rolle spielen.
In den meisten Fällen lässt sich das Audit bei Sertiva vollständig remote durchführen. Reise- und Übernachtungskosten werden daher vor allem bei einem Vor-Ort-Audit relevant.
Auch Veränderungen im Unternehmen können den ursprünglich geplanten Umfang beeinflussen – beispielsweise zusätzliche Standorte oder eine Erweiterung des Geltungsbereichs. Unternehmen sollten solche Veränderungen deshalb möglichst früh klären und bei ihrer Budgetplanung berücksichtigen.
Für Unternehmen bedeutet das: Bei der Budgetplanung sollten sie nicht nur die Zertifizierungsleistung selbst betrachten. Ebenso wichtig ist es, mögliche zusätzliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und die jeweils aktuellen Konditionen direkt bei Sertiva zu prüfen.
Dauer und Kosten einer Sertiva Zertifizierung: Wovon hängt der Zeitrahmen ab?
Neben den Kosten einer Sertiva Zertifizierung ist auch der zeitliche Rahmen ein wichtiger Faktor für die Planung. Dabei sind zwei Zeiträume zu unterscheiden: die eigentliche Auditdauer und der gesamte Zeitraum bis zur Ausstellung des Zertifikats.
Wie viel Zeit das Audit benötigt, hängt von den Rahmenbedingungen des Unternehmens ab. Eine Rolle spielen unter anderem die Unternehmensgröße, die Anzahl der Standorte und der Geltungsbereich der Zertifizierung. Auch die Verfügbarkeit der beteiligten Ansprechpartner kann den Zeitrahmen beeinflussen.
Sertiva gibt für die einzelnen Auditphasen zeitliche Orientierungswerte an. Stage 1 umfasst in der Regel etwa 0,5 bis 1 Auditortag, während Stage 2 je nach Größe und Umfang des Unternehmens etwa 1 bis 3 Auditortage umfassen kann. Für gut vorbereitete Unternehmen nennt Sertiva als Orientierung einen Zeitraum von etwa zwei bis vier Wochen von der Beauftragung bis zum Zertifikat.
Entsteht während der Zertifizierung zusätzlicher Klärungsbedarf, kann sich der Zeitraum entsprechend verlängern. Unternehmen sollten deshalb bei ihrer Terminplanung einen realistischen zeitlichen Puffer berücksichtigen, anstatt ausschließlich den eigentlichen Audittermin einzuplanen.
Welcher interne Zeitaufwand entsteht für das Unternehmen?
Bei den Kosten einer Sertiva Zertifizierung sollte auch der interne Zeitaufwand berücksichtigt werden. Eine Zertifizierung bindet nicht nur die für das Qualitätsmanagement verantwortliche Person, sondern kann je nach Unternehmensstruktur mehrere Funktionen und Verantwortungsbereiche einbeziehen.
Eine zentrale Rolle übernehmen in der Regel die QM-Verantwortlichen oder die für das Managementsystem zuständigen Personen. Sie koordinieren die organisatorischen Abstimmungen, stellen vorhandene Informationen bereit und fungieren als zentrale Ansprechpartner während der Zertifizierung.
Auch die Geschäftsführung und einzelne Prozessverantwortliche wirken bei Bedarf an der Zertifizierung mit. Ihr Aufwand konzentriert sich vor allem auf die Themen und Prozesse, für die sie verantwortlich sind. Dadurch muss nicht jede beteiligte Person während des gesamten Audits zur Verfügung stehen.
Mehr über den Ablauf der Prüfung und die Gespräche mit den Verantwortlichen erfahren Sie in unserem Beitrag „Audit bei Sertiva: So prüfen Auditoren Managementsysteme“. Für die Ressourcenplanung ist an dieser Stelle vor allem entscheidend, dass die benötigten Ansprechpartner frühzeitig feststehen und entsprechende Zeitfenster eingeplant werden.
Der interne Aufwand lässt sich deshalb nicht pauschal in einer bestimmten Zahl von Arbeitsstunden ausdrücken. Je früher das Unternehmen Verantwortlichkeiten und Termine abstimmt, desto besser kann es die Zertifizierung in den laufenden Betriebsalltag integrieren.
Kosten einer Sertiva Zertifizierung realistisch planen: Budget, Zeit und Ressourcen

Für eine realistische Planung sollten Unternehmen die Zertifizierung nicht ausschließlich als extern eingekaufte Leistung betrachten. Zum Gesamtaufwand gehören sowohl die Zertifizierungskosten und mögliche Nebenkosten als auch die Arbeitszeit, die intern für Abstimmungen, Auditgespräche und organisatorische Aufgaben benötigt wird.
Hilfreich ist es, bereits vor dem geplanten Zertifizierungstermin festzulegen, welche internen Ansprechpartner benötigt werden und wann diese verfügbar sein müssen. Gleichzeitig sollten Unternehmen ausreichend Spielraum für Terminabstimmungen und mögliche zusätzliche Klärungen einplanen.
Planungs-Check für Unternehmen
Vor dem Start können folgende Fragen helfen, den Gesamtaufwand realistisch einzuschätzen:
- Ist der Budgetrahmen für die Zertifizierung geklärt?
- Wurde der gewünschte Zeitraum für die Zertifizierung festgelegt?
- Sind die internen Verantwortlichen und Ansprechpartner benannt?
- Sind ausreichend Zeitfenster für die erforderlichen Auditgespräche eingeplant?
- Ist geklärt, ob das Audit remote oder vor Ort durchgeführt werden soll?
- Wurden mögliche zusätzliche Rahmenbedingungen bei der Planung berücksichtigt?
Eine solche Planung schafft einen realistischen Überblick über die benötigten finanziellen und personellen Ressourcen, ohne den Zertifizierungsprozess unnötig kompliziert zu gestalten.
Fazit
Die Kosten einer Sertiva Zertifizierung sind nur ein Teil des tatsächlichen Gesamtaufwands. Ebenso wichtig sind der zeitliche Rahmen und die internen Ressourcen, die ein Unternehmen für die Zertifizierung einplanen muss.
Wer Budget, Termine und Verantwortlichkeiten frühzeitig miteinander abstimmt, kann den organisatorischen Aufwand besser einschätzen und die Zertifizierung in den laufenden Betriebsalltag integrieren. Da sich Preise und Rahmenbedingungen verändern können, sollten Unternehmen die jeweils aktuellen Konditionen bei ihrer Planung berücksichtigen.
Eine realistische Betrachtung von Kosten, Dauer und internem Aufwand schafft damit eine verlässliche Grundlage für die Zertifizierungsplanung und hilft Unternehmen, die erforderlichen Ressourcen rechtzeitig einzuplanen.
📌 Nächster Beitrag in unserer Blogserie
➡️ ISO-Zertifizierung mit Sertiva: Welche Standards relevant sind und wie sie umgesetzt werden
Nachdem wir Kosten, Dauer und internen Aufwand einer Zertifizierung betrachtet haben, richtet sich der Blick im nächsten Beitrag auf die fachliche Grundlage: Welche ISO-Standards sind für Unternehmen relevant und welche Anforderungen stehen dabei im Mittelpunkt?
📌 Tipp: Welche Norm für ein Unternehmen geeignet ist, hängt unter anderem von den eigenen Zielen, Tätigkeiten und Anforderungen ab.
Im nächsten Beitrag zeigen wir, welche ISO-Standards bei einer Zertifizierung mit Sertiva eine Rolle spielen und wie Unternehmen die jeweiligen Anforderungen in ihrem Managementsystem umsetzen können.

